Unfallversicherung

Über 70 Prozent aller Unfälle passieren im Haushalt oder in der Freizeit.

Der Großteil der Unfälle ist nicht durch den gesetzlichen Unfallschutz abgedeckt. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt nur die Arbeitszeit und den direkten Arbeitsweg ab. Bei einer unfallbedingten Invalidität entstehen oft für den Geschädigten oder der ganzen Familie hohe Kosten. 

Es kann notwendig sein, den Wohnraum umzubauen oder zum Beispiel eine Haushaltshilfe einzustellen. Eine private Unfallversicherung hilft Ihnen dabei, solche und andere Kosten zu kompensieren und ihren Lebensstandard zu erhalten.

Definition

Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

  1. plötzlich
  2. von außen auf den Körper
  3. Ereignis
  4. unfreiwillig
  5. Gesundheitsschädigung

Prinzip der Progression

Grundsätzlich ist erst einmal eine Grundsumme versichert. Je höher der Invaliditätsgrad, desto höher die Entschädigung aus der Unfallversicherung. Die Progression beschreibt bei welchem Grad der Invalidität welche Versicherungsleistung ausgezahlt wird.

Zur Verdeutlichung dient folgende Tabelle

(Beispielvertrag:  75.000 € Grundsumme, 500% Progression, Progressionstabelle der XY Versicherung)

Invaliditätsgrad
in %
Leistung ohne Progression
in €
Progression Leistung mit Progression 500%
in €
10 7.500 10 7.500
25 18.750 25 18.750
30 22.500 50 37.500
50 37.500 150 112.500
70 56.250 290 217.500
90 67.500 430 322.500
100 75.000 500 375.000

Hohe Entschädigungen leistet der Versicherer erst bei hohen Invaliditätsgraden und die Progression wirkt sich bei niedrigen Invaliditätsgraden gering oder unter 25% gar nicht aus.

Gliedertaxe

Nach der Progression ist die Gliedertaxe das wichtigste Merkmal eines Tarifs. Die Gliedertaxe bestimmt, wie viel Geld der Versicherte bei Funktionsverlust eines bestimmten Körperteils erhält. Je besser die Gliedertaxe, desto teurer im Allgemeinen der Tarif.